StartseiteDas KonzeptKontaktTagebuchBildergalerie
Wir über unsElterninitiativeTermineGästebuchSucheLinks

Umgang mit Konflikten

Das Einhalten von Regeln ist ein konfliktträchtiges Feld, ebenso wie das Wechselspiel zwischen dem Recht auf die Umsetzung der eigenen Interessen und den Bedürfnissen anderer Gruppenmitglieder.

Wir sehen Konflikte grundsätzlich als ein positives Lern- und Lebensfeld, welches Kontakt und Wachstum ermöglicht.

Daraus ergibt sich für unsere pädagogischen Mitarbeiterinnen in erster Linie das Ziel, Konflikte wahrzunehmen und der Situation entsprechend zu reagieren. Es geht uns nicht darum, Konflikte zu vermeiden, sondern den Kindern konstruktive Lösungsmöglichkeiten auf verbaler Ebene näher zu bringen, z.B. indem wir solche vorleben.

Bei Auseinandersetzungen zwischen Kindern sehen wir unsere Rolle in der Vermittlerin und nicht darin, Recht zu sprechen. Sehr viele Situationen können Kinder selbstständig, unter Umständen mit Unterstützung gruppenerfahrener Kinder lösen.

Die Erzieherinnen schreiten auf jeden Fall ein, wenn es nötig wird, ein Kind vor Übergriffen – welcher Art auch immer – zu schützen.

Im konkreten Fall begnügen wir uns nicht damit, aggressive Ausbrüche eines Kindes zu unterbinden. Destruktives Verhalten ist immer Anlass für die Erzieherinnen, die tiefergehenden Ursachen hierfür zu ergründen. Durch genaue Beobachtungen, Reflexionen im Team und Gespräche mit den Eltern versuchen wir, gemeinsam Strategien zu entwickeln, diese Kinder zu verstehen und zu unterstützen. Falls es sich als nötig erweist, vermitteln wir den Familien Kontakte zu anderen Institutionen der Erziehungshilfe.

Konflikte

Abschließend möchten wir noch darauf hinweisen, dass von uns Konflikte zwischen Kindern und Erzieherinnen ebenfalls als positives Lernfeld gesehen werden. Indem die Erzieherinnen für das Einhalten der Gruppenregeln eintreten, stellen sie sich quasi als „Reibungsfläche“ für Auseinandersetzungen zur Verfügung. Für eine natürliche Entwicklung ist es notwendig, dass Kinder immer wieder die gesteckten Grenzen testen und damit auch uns herausfordern, mit ihnen zu wachsen.

Es scheint uns wichtig, dass die Betreuerinnen bereit sind, sich auf eine ehrliche Auseinandersetzung mit den Kindern einzulassen. Wenn diese die Möglichkeit haben, die unterschiedlichen persönlichen Grenzen der Erwachsenen zu erleben, kann sich daraus eine stabile Beziehung entwickeln, die den Kindern Geborgenheit und Sicherheit gibt.

© 2017 Elterninitiative Kindertagesstätte "Abraxas" e.V.